Eine Fehlermeldung zu einem defekten oder nicht erreichbaren TI-Konnektor – etwa von secunet, KoCoBox oder RISE – kann den Praxisbetrieb erheblich beeinträchtigen. Häufig steckt jedoch nicht sofort ein Hardwaredefekt dahinter: Auch Stromversorgungs-, Netzwerk-, Verbindungs- oder Zertifikatsprobleme können ähnliche Fehlermeldungen verursachen.
Mit dieser Checkliste können Sie die häufigsten Ursachen systematisch prüfen.
1. Sofortmaßnahme: Hardware-Zustand prüfen
Schwarzes Display / Keine LED leuchtet
Prüfen Sie zunächst die Stromversorgung: ob das Stromkabel sitzt, die Steckdose funktioniert oder der Konnektor an einer anderen Stelle vom Strom getrennt wurde.
Bleibt das Gerät weiterhin ohne Anzeige oder LED-Signal, kann ein kontrollierter Neustart helfen. Trennen Sie den Konnektor entsprechend den Herstellerangaben vom Stromnetz und schließen Sie ihn anschließend wieder an.
Wichtig: Die Vorgehensweise und die Bedeutung der LED-Anzeigen unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Bei anhaltenden Problemen sollten Sie daher die jeweilige Herstellerdokumentation bzw. den Support hinzuziehen.
LED-Status prüfen
Achten Sie auf die Statusanzeigen des Konnektors. Je nach Modell können unterschiedliche LED-Kombinationen auf einen Fehler hinweisen.
Beispiel secunet:
- Leuchten alle LEDs dauerhaft, kann dies auf einen Fehlerzustand hindeuten.
- Eine rot blinkende Service-LED kann auf einen schwerwiegenden Fehler hinweisen.
Führen Sie nur die vom Hersteller vorgesehenen Neustart- bzw. Fehlerbehebungsmaßnahmen durch. Bleibt die Fehlermeldung bestehen, sollte der zuständige Support eingeschaltet werden.
2. Konnektor, Kartenterminal und Praxissoftware neu starten
Nicht jede Fehlermeldung bedeutet automatisch, dass der Konnektor defekt ist. Auch eine unterbrochene Verbindung zwischen Praxisverwaltungssystem (PVS), Konnektor und Kartenterminal kann die Ursache sein.
Gehen Sie möglichst systematisch vor:
- Konnektor neu starten: Befolgen Sie die Vorgaben des jeweiligen Herstellers.
- Kartenterminal neu starten: Starten Sie das stationäre eHealth-Kartenterminal, beispielsweise von Cherry oder ORGA, entsprechend der Herstelleranleitung neu.
- PVS-Verbindung prüfen: Laden Sie die TI-Verbindung in Ihrer Praxissoftware gegebenenfalls neu.
- Praxis-PC bzw. TI-Komponenten prüfen: Falls erforderlich, starten Sie den betroffenen Arbeitsplatz bzw. die relevanten Dienste nach den Vorgaben Ihres PVS- oder TI-Anbieters neu.
Wenn die Verbindung danach wieder funktioniert, lag möglicherweise nur eine vorübergehende Störung vor.
3. SMC-B und Zertifikate prüfen
Auch die SMC-B (Praxisausweis) und die zugehörigen Zertifikate können eine Rolle spielen.
Prüfen Sie insbesondere:
- Steckt die SMC-B korrekt im vorgesehenen Kartenterminal?
- Ist die Karte einsatzbereit bzw. wurde die PIN erfolgreich verifiziert?
- Sind die erforderlichen Zertifikate noch gültig?
- Gibt es Hinweise auf einen abgelaufenen oder fehlerhaften Zertifikatsstatus?
Solche Probleme können Fehlermeldungen verursachen, die auf den ersten Blick wie ein Konnektor- oder Verbindungsdefekt wirken.
Was tun, wenn der Konnektor dauerhaft ausfällt?
Wenn sich der Konnektor nicht wieder in Betrieb nehmen lässt, sollten Sie den zuständigen IT-/TI-Dienstleister oder Hersteller-Support kontaktieren und die weiteren Schritte abstimmen.
Je nach betroffener TI-Anwendung und Störungssituation können Ersatzverfahren zur Anwendung kommen. Dabei gelten für die einzelnen Anwendungen – beispielsweise eGK, eRezept und eAU – unterschiedliche Vorgaben und Dokumentationsanforderungen.
Wichtig: Dokumentieren Sie die notwendigen Daten und führen Sie die jeweiligen Ersatzverfahren entsprechend den aktuellen Vorgaben und den Anweisungen Ihres PVS- bzw. TI-Anbieters durch.
Konnektorausfall vermeiden: TI ohne Konnektor in der Praxis
Ein defekter Konnektor kann den Praxisbetrieb unerwartet beeinträchtigen. Eine mögliche Alternative ist deshalb eine TI-Anbindung ohne eigenen Konnektor in der Praxis.
Beim TI-Gateway wird die notwendige Konnektor-Technologie zentral betrieben. Dadurch entfällt der Betrieb eines eigenen Konnektors vor Ort – inklusive entsprechender Hardware, Wartung und möglicher lokaler Ausfälle.
Das kann insbesondere für Praxen interessant sein, die ihre TI-Infrastruktur vereinfachen und den eigenen technischen Aufwand reduzieren möchten.
Schnelle Umstellung auf TI-Gateway
Bei geeigneten technischen Voraussetzungen können wir kurzfristige Konnektor-Umstellungen innerhalb weniger Stunden realisieren.
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